Motivationen der Studierenden

  • Alevtina Krotova

  • Tutorin an der Eichendorff-Realschule

„Ich engagiere mich bei FIB, weil es mir unglaublich viel Spaß macht, den Kindern etwas beizubringen. Es ist immer eine Freunde zu sehen, wie sich die Kinder mit meiner Hilfe weiterentwickeln und neuen Mut und Motivation zum Lernen finden.“

  • Lukas Bernick

  • Tutor an der Eichendorff-Realschule

„Ich denke, dass man alles schaffen kann, was man sich wirklich vornimmt. Ich denke bloß, dass es wesentlich schwieriger ist, wenn man nicht das entsprechende familiäre Umfeld hat. Ich hatte bisher unfassbar viel Glück in meinem Leben! Davon möchte ich etwas zurückgeben!“

  • Patrick Görgen

  • Tutor an der Geschwister-Scholl-Realschule

„Die Möglichkeit Kindern eine Chance im Leben zu bieten, die sie sonst wahrscheinlich nicht bekommen, spornt mich an. Die beste Möglichkeit, dies umzusetzen und gleichzeitig den persönlichen Horizont zu erweitern, bietet das FIB.“

  • Niklas Fischer

  • Tutor am Nicolas-August-Otto Berufskolleg

„Aus meiner privaten Tätigkeit als Nachhilfelehrer heraus fiel mir die Aufgabe als Tutor beim FIB von Anfang an leicht und bereitet mir immer noch viel Freude. Durch die kleinen Lerngruppen ist sehr effektives Arbeiten möglich, wodurch man Lernerfolge gut mitverfolgen kann. Wer gerne mit Jugendlichen zusammenarbeitet, sollte sich dieser Aufgabe annehmen, da einem die Arbeit wirklich viel gibt, wenn man sieht, dass die Schüler sich auf Basis der Nachhilfe verbessern können.“

 

  • Tutorien geben beim FIB

  • Ein Erfahrungsbericht von Lara Tegler (ehemalige Tutorin am Hans-Böckler-Berufskolleg)

„Was motiviert euch, Schülern und Schülerinnen ehrenamtlich Nachhilfe geben zu wollen?“ – Diese Frage stellte uns der Schulungsleiter bei einer Tutor_innen-Schulung vom FIB. Ja, warum eigentlich? Was brachte mich dazu über das FIB ehrenamtlich Nachhilfe zu geben? Meine erste Motivation war ganz einfach: Ich konnte mir die Tutorien in meinem Lehramtsstudium als Berufsfeldpraktikum anrechnen lassen. Aber man kann sich vieles anrechnen lassen … Meine Entscheidung für die Tutorien hatte also noch andere Gründe: Mir fehlte in den letzten Semestern etwas, was unmittelbar sinnvoll ist. Mir fehlte es, etwas zu tun und dabei zu wissen, dass es gut und wichtig ist. Außerdem war ich schon ganz ungeduldig, mich als Lehrende auszuprobieren. Dazu kam, dass ich gerne Schüler_innen unterstützen wollte, die aus irgendwelchen Gründen besondere Unterstützung brauchen.

Natürlich hatte ich aber auch Bedenken: Ich studiere Grundschullehramt und die Tutorien sollten an einem Berufskolleg stattfinden. Was also, wenn die Schüler_innen mich gar nicht respektierten? Was, wenn sie mir gar nicht zuhören würden? Was, wenn sie Dinge wissen wollen würden, die ich einfach nicht weiß? Oder: Was, wenn ich nicht mit den Schülern klar kommen würde?
Die Tutorien zeigten mir dann schnell, dass ich mir umsonst Sorgen gemacht hatte: Die drei Schüler, denen ich Nachhilfe in Mathematik geben sollte, waren motivierter, als ich gedacht hatte und gaben ihr Bestes die Aufgaben zu verstehen und zu lösen. Sie brachten auch selbst Themen und Fragen mit, so dass die Stunden nie träge und zäh wurden. Natürlich gab es mehrere Situationen, in denen die Schüler dem Unterrichtsstoff nicht folgen konnten und sich gegenseitig ablenkten oder mit den Worten: „Mathe kann ich eh nicht“ völlig abschalteten. Als Tutor_in kann man aber anders auf sie zu gehen, als die Lehrer_innen, weil man keine Noten gibt und nicht direkt aus der Schule kommt. Dadurch war es fast immer möglich, ihnen wieder Mut zu machen, so dass sie es nochmal mit der Matheaufgabe versuchten. Das brachte den Schülern kleine Erfolgserlebnisse ein und bescherte mir ein super Gefühl nach den Tutorien.

Ich habe also ein Semester lang einmal in der Woche eineinhalb Stunden das Tutorium gehalten. Das FIB bot zu Beginn des Semesters eine Tutor_innen-Schulung an, bei der wir hilfreiche Tipps erhielten und uns mit erfahreneren Tutor_innen austauschen konnten. Beim FIB gab es dann auch jemanden, der für die Schule zuständig war, an der ich die Tutorien hielt, so dass ich immer wusste, an wen ich mich bei Problemen wenden konnte.

Es gab keine Vorschrift, wie man die Tutorien halten sollte. Bei meinen Schülern ergab sich der Stoff, den wir in den Tutorien behandelten, aus dem, was sie aus dem Unterricht mitbrachten. Wir bereiteten häufig Tests vor oder nahmen uns die Zeit um nicht verstandene Aufgaben bis ins Detail durchzusprechen oder auf andere Weise anzugehen.

Gestern habe ich nun das letzte Tutorium gehalten. Es hat mir viel Spaß gemacht und ich höre nur auf, weil es im nächsten Semester zeitlich nicht mehr geht. Es war eine sehr gute Erfahrung und ich kann nur jedem, der Lehramt studiert oder vielleicht studieren möchte, empfehlen so etwas einmal auszuprobieren. Aber auch für alle anderen, die etwas Zeit übrig haben, ist das eine prima Sache: Wissen zu vermitteln ist sehr schön und in jedem Fall einen Versuch wert!

Köln, 23.03.2016
Lara Tegler